Soraja

Roman, 224 Seiten, erschienen 2014 im Limmat Verlag Zürich.

Eine Liebe, zwei Welten. Ein ‹unerlaubtes› Paar zwischen Tradition und Moderne Der Mathematiker Ferhad, 48, unverheiratet, beschliesst nach 24 Jahren in einer überschaubaren Schweizer Stadt, nach Ankara zu ziehen. Seine grosse Liebe Soraja, die er einst zwei Jahre lang heimlich traf, durfte er nicht heiraten, weil er vierzehn Jahre älter war als sie und nicht fromm. Auch zu dunkelhäutig, ein Erbe seiner Mutter, die von kenianischen Sklaven abstammte. Soraja ist Pharmazeutin geworden und leitet in der Stadt eine Apotheke. Damals hatte sie überstürzt den neureichen und gläubigen Murad geheiratet, der ihren Eltern genehm war. Die Ehe wurde ihr zur Qual, die fromme Muslimin Soraja orientiert sich an westlichen Werten, Murad bleibt den Vorstellungen seines anatolischen Heimatdorfes verhaftet. Aber sich aus der unglücklichen Ehe zu befreien, wagt sie nicht. Dann trifft sie ihre alte Liebe Ferhad. Einfühlsam und humorvoll zugleich erzählt Yusuf Yesilöz aus dem Leben zweier Menschen zwischen traditionellen Wertvorstellungen und ihrer Liebe.

Pressestimmen zu Soraja

«Souverän legt Yusuf Yesilöz einen Erzählteppich aus, ein buntes Muster von liebevollen, skurrilen, schmerzlichen und sehr lustigen Begegnungen. Und so besiedeln Yesilöz und sein Protagonist Ferhad einen offenen Kontinent utopischer Heimat in tausendundeiner Geschichte.» Neue Zürcher Zeitung

«Von Liebenden im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen und Wertvorstellungen erzählt dieser berührende Roman. Warmherzig und mit gut charakterisierten Protagonisten werde große Gefühle und zwiespältige Stimmungen beschrieben, das Dilemma zwischen Herkunft, Traditionen und modernem westlichem Denken in die Geschichte eingebracht.» Rundschau Luzern

«Ein eindrücklicher Roman über eine große Liebe, über das Leben in der Fremde, die Sehnsucht nach der alten Heimat und dem Wunsch nach Zugehörigkeit.» Luzerner Rundschau

‹Soraja› ist ein souveränes Buch, und sein Autor erzählt Geschichten, die das Leben schreibt.» aufbruch

„Soraja“ ist auch eine Liebesgeschichte, die Geschichte einer unerfüllt gebliebenen Liebe, gescheitert wiederum an Ferhads Hautfarbe und sozialer Herkunft wie auch an seiner mangelnden Frömmigkeit. Denn Soraja, die Frau seines Herzens, kann und will sich den Erwartungen der Familie, einen religiösen Mann aus gutem Haus zu ehelichen, nicht widersetzen, obwohl sie sich in Ferhad verliebt. Yeşilöz zeichnet auch diese Figur in ihrer Zerrissenheit mit Fingerspitzengefühl.", Sabine Adatepe, in Fachmagazin für Migration und Integration


zurück