Vor Metris steht ein hoher Ahorn

eindrucksvoller Report

ekz-Informationsdienst

Am 15. Juni 1996, neun Jahre nach seiner Emigration, reist Yusuf Yesilöz aus familiären Gründen wieder in die Türkei. Kaum angekommen, wird er wegen der Herausgabe des Buches 'Einführung in die kurdische Literatur' verhaftet. Während seiner dreiwöchigen Haft durchläuft er zwei Polizeiposten und zwei für ihre Foltermethoden berüchtigten Gefängnisse (u.a. Metris). Er wird Zeuge der alltäglichen Korruption und lernt politische Gefangene kennen, deren Widerstand darin besteht, bei der Folter keinen Laut von sich zu geben. Er führt Gespräche mit den inhaftierten kurdischen Parlamentariern, deren Immunität 1994 aufgehoben wurde, und verbringt eine Woche unter 72 Gefangenen, die sich im Hungerstreik befinden und von denen einer nicht überleben wird.

 


 

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